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On the backflight

Klipp. Wir sind in der Zone, in der die Spielregeln nicht gelten. Wohl auf keinem Fleck der Erde läuft trotz aller Nationalitäten, Sprachen und Kulturen alles so gleich ab, wie im Dunstkreis von Flughäfen.
In einem Bett, das gute 3000 Kilometer früher noch für fünf Personen gereicht hätte, schlafe ich heute Nacht alleine – mit fünf Kissen und vier Decken. Mit Marcus und Christopher warte ich in Miami auf den Anschlussflug, nachdem unsere Maschine wegen eines Defektes mit gut sieben Stunden Verspätung in Guayaquil gestartet ist.
Herz und Kopf befinden sich noch im Schleudergang zwischen Arbeit und Privatem, zwischen Gesichtern und Situationen aus den letzten Tagen und den Herausforderungen der kommenden Zeit und ich freue mich, dass zumindest ein Gedanke immer wieder dabei ist: Alles, was uns in diesem Jahr für die Zeit im Guasmo wirklich wichtig gewesen ist, hat auch irgendwie geklappt. Wir tun das, was uns wichtig ist. Und man lässt uns nicht nur gewähren, wir werden unterstützt – überall, zu jeder Zeit und mit unerwarteten Kräften. Das fühlt sich besser an als ein roter Teppich.
Uns bleibt nun noch der Flug ueber den Atlantik, bevor uns der Alltag wieder packt. Aus diesem melden wir uns spätestens dann zurück, wenn die Hängematte, ein Abschiedsgeschenk meiner Gastfamilie, einen neuen Stammplatz für MoG-Berichte bietet. Und das könnte schon sehr bald sein :-)

Herzliche Grüße und bis ganz bald,
Christoph

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