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„La música la música „

Da haben wir uns ja mal wieder was vorgenommen: Die Urauffuehrung einer Komposition von keinem Geringeren als Benjamin Scheuer, der Ende Juli geistesgegenwaertig ein Stueck fuer die Schueler unserer Musikschule geschrieben (oder sollte ich besser sagen „aus dem Aermel geschuettelt“) hat.

Spaetestens jetzt wird uns klar, um was fuer ein waghalsiges Unterfangen es sich bei diesem Vorhaben handelt: Nur wenige der Musikschueler koennen einigermassen sicher leichte Noten lesen, Einige haben erst vor 2 Wochen angefangen, ueberhaupt ein Instrument zu lernen und Niemand hat je mit mehr als 6 Leuten zusammengespielt, geschweige denn gelernt Pausen zu zaehlen, ein Dirigat zu beachten oder eine Stimme zu spielen/singen die sich nicht anhoert wie eine eingaengige Melodie – und diese auch noch gegen so viele andere Stimmen zu halten. Das bedeutet Pionierarbeit auf eigentlich allen musikalischen Ebenen. Wir haben dazu nur 3 1/2 Wochen Zeit, mit den 30 (!) Personen das Stueck zu erarbeiten und urauffzufuehren….wobei es die ersten 2 Wochen gebraucht hat, den Schuelern ihre Stimme oder ueberhaupt erstmal ihr Instrument (!) beizubringen.

Das Stueck wird sich aus einem Gitarrenensemble, einem 3 Stimmigen Blaesersatz, einer 3 – Stimmigen Chorsatz, Solostimmen (der Text wurde von den Jugendlichen hier selbst geschrieben und handelt von der Musikschule), und Band zusammensetzen – na ja im Idealfall jedenfalls, denn noch sind wir ueber kleine Stimmproben nicht hinausgekommen.

Gestern gab es die erste Blaeserprobe mit Queerfloete, Klarinetten, Saxofonen, Trompete und Posaune…spannend, fuer alle Beteiligten! Der erste Ton loeste bei uns allen erstmal einen Lachkrampf aus, wobei sich meiner (und wahrscheinlich auch der von Conny und Konstanze) auf die nicht beachteten Vorzeichen und einfach nur voellig schiefen Zusammenklaenge bezog waehrend die Eckies meiner Einschaetzung nach ueber den ungewohnten Klang von so vielen Holz – und Blechblaesern lachen mussten. Aber nach einer Stunde war das Stueck tatsaechlich zu erkennen, alle spielten zusammen, zaehlten die Pausen und es klang besser als ich es erwartet haette – auch wenn wir Dynamik, Intonation und Artikulation erstmal zu „Luxusproblemen“ degradieren mussten.

Fuer Sonntag wurde ein Probentag angesetzt, von 10 bis 18 Uhr, inclusive Mittagessen und Kaffeetrinken. Wie das mit den insgesamt 4 Notenstaendern, von denen nur einer wirklich heil ist, funktionieren soll, ist uns auch noch nicht ganz klar, hoffentlich laesst sich jemand noch was einfallen!

Vormittags gibt’s Stimmproben, nachmittags dann die erste Tutti-Probe, die uns und allen, die bisher nur ihre Stimme kennen, einen ersten Eindruck ueber die Machbarkeit des Ganzen verschaffen soll – ich hoffe, dass das nicht total frustrierend wird. Aber seit der Blaeserprobe gestern bin ich zuversichtlich und einfach nur gespannt was passieren wird!

Wie schon so oft bei diesem Projekt gilt das Motto „No risc no Fun“, oder auch „Wenn wir gewusst haetten, dass es unmoeglich ist, haetten wir gar nicht erst angefangen!“

Und ich bin froh, dass wir einfach mal angefangen haben, denn selbst wenn das Vorhaben scheitern sollte: Die Schueler haben schon jetzt im Uebe und Probe – Prozess so viel gelernt, dass sich die investierte Zeit auf jeden Fall lohnt! (Danke Benni!!!!)

Drueckt die Daumen, dass alles gut geht! Es bleibt auf jeden Fall spannend!

Abrazos Maggi