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Urlaub (1)

Nachdem wir nun die Weihnachtskonzerte, die Weihnachtsfeiertage und Silvester hinter uns gebracht hatten, beschlossen Annika und ich Urlaub zu machen und zwar in Kolumbien. Auf die Idee brachte mich ein Freund aus Deutschland, der auch gerade zu dieser Zeit in der Stadt Cartagena verweilen wollte. Und warum auch nicht? Zack – Sachen gepackt und nach ca. 48 Stunden Busfahren befanden wir uns in Cartagena.
(Hierbei wird es wohl auf ewig das Geheimnis der Kolumbianer bleiben, warum sie bei einer naechtlichen Busfahrt durch die Anden die Klimaanlage voll aufdrehen. Ich moechte diese Gelegenheit kurz nutzen, um mich noch einmal bei Annika zu entschuldigen, denn als wir doch endlich zitternd eingeschlafen waren, fiel mein Oberkoerper auf die Seite und mein Kopf traf zielsicher die Nase von Annika. Entschuldigung, es tut mir jetzt noch leid…)

Achtung – Achtung! Leander erklaert interessante historische Hintergruende kurz und knapp:
Cartagena – “die Perle der Karbik” – wurde 1533 von den Spaniern an der kolumbianischen Karibikkueste gegrundet und ist seit 1984 UNESCO Weltkulturerbe (voellig zu Recht…). Cartagena wurde schnell die Verbingungsstadt zwischen der Alten und der Neuen Welt: Hier wurden das Gold und die Diamanten der Ureinwohner zwischengelagert und mehr oder weniger alle afrikanischen Sklaven mussten diese Stadt passieren. Wegen ihres grossen Reichtums versuchten diverse Piraten, aber auch die Englaender die Stadt zu erobern. Zu ihrer Verteidigung bauten die Spanier massive Verteidigungsanlagen, die bis Heute vollstandig erhalten sind.

Fazit: Ein Traum – Der Knaller!!!!!
Umgeben von der Stadtmauern besteht die Innenstadt aus wundervollen Haeusern im Kolonialstil, teilweise restauriert und teilweise verfallen. Eine Gasse ist schoener als die andere; durch die Strassen fahren Pferdekutschen und zeigen den Touristen die schoensten Parks und Haueser und Strassenmusiker und Taenzer unterhalten die Gaeste auf den groesseren Plaetzen.

Nun noch ein Tipp vom Herzen:
In der Calle Media Luna befindet sich das Café Lunatico. Der Papaya-Cocos-Shake, wie auch der Schokokuchen und der Kaffe sind hier wirklich sehr gut, allerdings:
Ueber Geschmack laesst sich vielleicht Streiten, aber das Filet Caribeño des Café Lunatico liegt jenseits von Gut und Boese. Das butterweiche Fischfilet verbindet sich auf sagenhafte Weise mit der Sosse aus Cocos, Zwiebeln, Tomate und geheimnisvollen Kraeutern. Ein Gedicht! – Eine Ode, ein Sonett!! Eine Komposition, nein, eine Sinfonie der Geschmaecker!!!!!!! Unglaublich…
Jeder Mensch sollte in seinem Leben wirklich einmal in der wunderschoenen Stadt Cartagena gewesen sein und wer dort nicht das Filet Caribeño probiert ist selber Schuld.

“Ich haette wirklich kein Problem damit zu sterben, wenn ich wuesste, dass ich danach so lecker zubereitet werden wuerde!”

(J.N.)

 

Als Andenken habe ich mir noch einen Rosenkranz gekauft, auf dessen Kreuz  sich ein silberner Jesus befindet. Leider fehlt ihm ein Arm, aber was solls: Nobody is perfect.

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