Suche
Suche Menu

Chao Chica

Ja Scheisse. Pssssssssssssssss.

Haben Sie`s schon gehoert? – Annika ist jetzt auch weg.
Mist.
Ohne Annika ist Ecuador irgendwie anders, farbloser.

Mit wem soll ich denn jetzt abends den Tag und den Unterricht “reflektieren” und alleine “reunieren” macht doch auch keinen Sinn.
Jetzt ist Annika bei Ihnen, also in Deutschland. Ich finde das nicht richtig.
Und irgendwie gehoert Annika hier doch auch hin: Annika steht Ecuador sehr gut und Ecuador steht Annika …

Ich habe schon darueber nachgedacht, ihr vielleicht eine Mail zu schreiben. Ich habe auch schon Woerter gesammelt:

Dumme Kuh, Ueberlaeuferin, Angsthase, Deserteurin, Egoistin, Gringa, Warmduscherin, Zicke, Hexe  …

Natuerlich stimmt das alles nicht, dass weiss ich auch, aber was soll ich denn machen? Schreiben, dass sie zurueckkommen soll und dass sie mir fehlt? Bitte, wir ecuadorianischen Machos machen so was doch nicht. Also sage ich lieber uebertrieben gelassen: “Ach, Frauen kommen und gehen” und weine spaeter, wenn ich alleine bin.

Annika ist ein Mensch, mit dem man Lachen und Weinen kann, mit dem man 58 Stunden in einem Bus sitzen oder eine kalte Nacht auf einem langweiligen Friedhof verbringen kann. Oder halt auch 8 Monate in Ecuador.
Annika ist eine Gute. Ach, passen Sie auf: Annika ist einfach grossartig; und dabei ist es ganz wichtig, dass Sie das “o” etwas verlaengern und betonen, sonst wird es ihr nicht gerecht!

Ich koennte Ihnen viele schoene Geschichten von Annika erzaehlen, z.B. wie ihr die Funktion einer Fussgaengerampel erklaert wurde, weil ich bei Rot ueber die Strasse gegangen bin, oder damals, als sie im Supermarkt einen “Kentucky fried chicken”-Verkaeufer nach dem doppelseitigen Klebeband gefragt hat ( – was traegt der auch im Supermarkt so eine Uniform…?); aber ohne Annika macht das keinen Spass, wer lacht denn jetzt mit mir darueber?

Was bleibt ist eine unsichtbare Luecke, die wohl nicht gefuellt werden kann…

Chao Chica

[nggallery id=53]