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Guten Tag nach Deutschland!

Ich bin Anna zum Stickling, 19 Jahre alt, komme frisch aus der Schule und werde nun mit meiner Trompete für ein Jahr hier im Guasmo in der Musikschule bleiben.

In den 2 Wochen, in denen ich hier bin, habe ich schon sehr viel Neues erlebt und gesehen, deswegen kommt mir diese Zeit auch schon viel länger vor.
Schon der erste Tag kam mir vor wie eine Woche: Am Anfang stand der schwere Abschied von meiner Familie und die Ungewissheit wie wohl das nächste Jahr werden wird. Ich habe zwar schon sehr viel von dieser Welt gesehen und gehört, aber richtig vorstellen konnte ich es mir nicht.

Dann folgte ein langer Flug über den Atlantik nach Ecuador. Ich habe zum Glück die meiste Zeit geschlafen, so war der Flug ziemlich kurzweilig. Meine beiden Sitznachbarn im Flugzeug waren zwei Ecuadorianer und sehr nett, später bei der Landung hießen sie mich freudestrahlend in Guayaquil willkommen. Sie haben gemerkt, dass ich mit dem Gefühlschaos in mir zu kämpfen hatte und versuchten mich zu beruhigen. Sehr lieb!

Die Passkontrolle ging ganz schnell und das Gepäck war auch sofort da; und bald ;) haben Niki und Katja mich herzlich am Flughafen in Empfang genommen.
Wir sind zusammen mit dem Taxi in den Guasmo gefahren, dort habe ich meine tolle Gastfamilie kennen gelernt: Michael, mein 10jähriger Gastbruder, die Großeltern und die Mama Mari. Sie gehen mir (1,58 m groß) alle bis zur Schulter und sind sehr nett und lieb und besorgt um mich, es sind schon einige lustige Dinge passiert – ich fühle mich bei ihnen wohl!
Danach habe ich die verwandte Familie meiner Gastfamilie kennengelernt: Luigui und seine Eltern. Sie sind auch super nett und cool :)

Später habe ich die anderen Deutschen wieder gesehen, die hier schon seid Wochen einiges geschafft haben.
Am Abend sollte das Lehrerkonzert sein und ich habe mich spontan dazu entschieden mitzuspielen. Also wurde noch ein wenig dafür geprobt und dann ging es abends los. Es war ein sehr schönes Konzert. Als ich gespielt habe und Magdalena verkündet hat, dass ich für ein Jahr bleiben werde, hat sich das Publikum sehr gefreut und sehr laut gejubelt. Das hat wiederum mich glücklich gemacht.
Nach dem Lehrerkonzert gab es eine Fiesta :) Dort wurde viel getanzt und ich natürlich mittendrin…Den Salsa beherrsche ich leider noch nicht so ganz. Aber alle machten mir Mut und sagten „Du wirst hier Spanisch und Salsa tanzen lernen“. Da bin ich mal gespannt, wie das in einem Jahr so aussieht…

Die nächsten Tage habe ich dann den Alltag der Projektphase miterlebt. Es gab sehr viel zu tun, alle waren sehr beschäftigt. Ich habe die meiste Zeit bei Conny im Trompeten- und Posaunenunterricht zugeschaut. Dann folgten die tollen, tollen, tollen Konzerte und einige weitere Partys und Besuche bei den anderen Gastfamilien. Vor allem dabei habe ich die anderen Leute aus der Musikschule kennen gelernt. Die Leute, mit denen ich im nächsten Jahr zu tun haben werde. Die meisten haben einen sehr starken selbstbewussten Charakter, alle sind sehr nett und ich verstehe mich gut mit ihnen. Am tollsten finde ich, dass man sich untereinander zeigt, dass man sich mag. Eine schöne Sache, die ich in Deutschland manchmal (!) vermisse.

Alles in allem waren es gute, schöne, neue, erlebnisreiche zwei Wochen. Nun blicke ich auf ein herausforderndes bereicherndes gutes Jahr, in dem ich sehr viel lernen werde und sehr viel lernen muss.
Ich werde mein bestes geben, sodass die Musikschule sich weiter entwickeln kann und die Ergebnisse der Projektphase aufrecht erhalten werden können, sodass nächstes Jahr wieder daranangeknüpft werden kann…

Vielen Dank an alle, die mir dieses Jahr ermöglichen!

Bis bald und liebe Grüße
Eure Anna

2 Kommentare

  1. Hey Anna! Bin gespannt und freue mich von Dir zu hören, ganz viel Spaß!!!

  2. suupertoller bericht, anna! :)
    ich vermiss euch alle und drück dich mal auf die entfernung… :*

Kommentare sind geschlossen.