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Es geht weiter …

Jetzt bin ich schon seit über 2 Wochen wieder in Deutschland. Zum Glück wurde ich nicht von dem bereits bekannten „Nach-Ecuador-Kälteschock“ empfangen, sondern von schönem, spätsommerlichen Wetter – Danke lieber Wettergott!

In der Musikschule hat sich in der Woche nach der Projektphase noch Einiges getan:

Neue Leitung

Es gibt eine neue Musikschulleitung, die etwas anders organisiert ist als bisher.

Schon seit Längerem waren weder wir MoGs noch die Ecuadorianer glücklich damit, dass es nur einen Leiter  gibt, der die Koordination der ganzen Musikschule übernimmt.  Dieses Modell erwies sich in unserem Kontext in vielerlei Hinsicht als ungünstig.

Gemeinsam mit einigen engagierten  Jugendlichen der Musikschule diskutierten wir andere Leitungsmodelle und entschieden uns dafür, es mit einem 4 Personen- Team zu versuchen.  Jede Person soll sich für jeweils eines der folgenden Arbeitsfelder hauptverantwortlich fühlen:

  1. Musik : Unterricht organisieren und betreuen, Konzerte gestalten, Repertoire prüfen, Proben leiten
  2. Organisation: Treffen, Versammlungen, Konzerte, Veranstaltungen, Logistik etc. organisieren
  3. Administration: Finanzen, Schüler- und Lehrerregister führen, Bestandsaufnahme Instrumente und Equipment
  4. Öffentlichkeitsarbeit: Plakate, Flyer, Homepage erstellen und designen, Kommunikation mit Kooperationspartnern und Interessierten

Die Schüler hatten daraufhin einige Tage Zeit, sich bei Interesse in vierer-Teams zusammen zu finden, um sich bei der Wahlversammlung mit ihren Zielen und Ideen vorzustellen. Und hier ist das neue Leitungsteam der Musikschule:

Von links: Rodolfo (Querflöte und Gesang): Organisation, Razu (Klassische Gitarre, E-Gitarre): Administration, Anita (Klassische Gitarre, E-Gitarre, Klavier): Öffentlichkeitsarbeit, Nicolas (E-Gitarre, klassische Gitarre, Klavier, Saxofon, Qena): Musik

Ich (und ich glaube ich kann für alle MoGs sprechen, die in dieser Projektphase dabei waren) bin überglücklich und total motiviert mit diesem tollen Team zusammenzuarbeiten und ich bin zuversichtlich, dass es jetzt noch besser voran geht in der Musikschule.  Erste Erfolge sind sogar schon sichtbar:

Es gibt eine komplette Bestandsaufnahme unseres Inventars, einen abschließbaren Schrank für Verschleißteile, (die schnell verloren gegangen sind oder geklaut wurden) und ein sauberes, ordentliches Studio. Der Unterricht ging direkt nach der Projektphase fast nahtlos weiter, ca. 10 unserer Schüler unterrichten derzeit bis zu 6 Schüler. Es gibt einen Stundenplan und feste Zeiten, wann die Musikschule offen ist und wann sie geschlossen ist. Ein Konzert für Mitte November ist angesetzt.  Bald wird die Musikschule auch endlich einen Namen bekommen („Musikschule Mi Cometa“ hat nicht viel mit dem zu tun, was in unserem Projekt passiert).

Das alles hört sich vielleicht nach „ganz normalen“ Dingen an …. Zumindest wenn man an eine Musikschule in Deutschland denkt. Für unser Projekt ist die Etablierung von festen Zeiten und Regeln, Stundenplan, Inventar und einer funktionierenden Leitung jedoch ein Riesenschritt!

Bibliothek

Dank der Idee und des Engagements von Petra (sie war bereits letztes Jahr zu Weihnachten im Gusamo und hat Annika besucht) gibt es jetzt auch eine kleine Bibliothek in Mi Cometa. Genaueres weiß ich nicht, nur dass es eine Menge Bücher (natürlich spanische) dort gibt, die sich die Leute aus dem Guasmo ausleihen können. Soweit ich informiert bin wurde eigens dafür ein Raum in Mi Cometa zur Verfügung gestellt, wo die Besucher auch in Ruhe lesen können.

Neue Gruppe für 2012

Vor dem Hintergrund dieser erfreulichen Entwicklungen freue ich mich auf die baldigen Treffen mit den Projektphasen- und Freiwilligendienstinteressierten für das Jahr 2012.

So kann es weiter gehen!!!