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21. September 2012

Ich bin zurück von meiner wundersamen Reise durch Ecuador. Oh, und ich habe so viel zu erzählen!

14 Tage. 1450km oder auch 48 Stunden Busfahrt. Costa, Oriente, Sierra. Playas – Guayaquil – Cuenca – Baños – Lago Agrio – Quito – Guayaquil – Playas. Wunderbare Landschafen, Städte, Menschen und Tiere. Ach, ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll.

Cuenca ist bisher meine Lieblingsstadt von Ecuador (abgesehen natürlich von Playas). Eine große Stadt, mitten in den Bergen. Es gibt 52 Kirchen, für jeden Sonntag eine, bei denen man teilweise denkt, man könne sie essen, so süß sehen sie aus und bei anderen fühlt man sich ganz klein und verloren, so gewaltig sind sie. Das Gute ist, dass ich und meine Mitreisenden (Lena, Michaela und Frieder) fast immer auf dem gleichen Nenner waren: Wir wollten alles langsam angehen. Dadurch hatten wir nie ein strammes Programm, sondern haben immer das gemacht, wozu wir gerade Lust hatten – meistens haben wir gegessen! ;-)

Nachdem wir 3 Tage (2 Nächte) in Cuenca verbracht hatten, ging es weiter nach Baños; ein touristisches Dorf mit traumhafter Umgebung (Vulkane, Wasserfälle und gaaanz viel Grün). Frieder blieb derweil in Cuenca, er hatte noch andere Pläne, bevor es für ihn wieder zurück nach Deutschland ging. Dort haben wir u.a. einen Mädelsabend mit Keksen, Milch und Fernseher, aber auch Baden unter dem Wasserfall um 5 Uhr morgens (bei Sonnenuntergang) in der warmen Thermalquelle gemacht.

Nach nur einer Nacht fuhren wir in den Dschungel. Nach langer Reise kamen wir zur Lodge, die sich nur mit dem Boot erreichen lies. Im Oriente blieben wir 3 Nächte – 4 Tage – und ohhh, was hab ich viele Fotos gemacht! Wir haben viele viele Pflanzen und Tiere gesehen, darunter Vogelspinnen, Frösche mit roten Augen, Affen und Kaimane. Ich war völlig fasziniert und bin jetzt überzeugt davon, dass Biologie das richtige Studienfach für mich ist; bin aber auch froh, dass wir nicht noch eine Nacht im Dschungel verbringen mussten. Es wurde mir langsam wirklich genug mit riesigen fliegenden Kakerlaken in den Haaren und den Rucksäcken oder Fröschen auf dem Klo.

Mit dem Bus ging es also weiter nach Quito, in die Hauptstadt Ecuadors. Lena, Michaela und ich fühlten uns alle ein bisschen matschig im Kopf, waren ja auch ziemliche Höhenunterschiede, die wir in den letzten Tagen mitmachen mussten. Zum Glück mussten wir uns nicht um eine Unterkunft kümmern, da Michaela dort ein paar Freunde hatte, die sie vor einigen Wochen auf der ecuadorianischen Hochzeit kennengelernt hatte und bei denen wir freundlicherweise unterkommen durften. In Quito konnten wir leider nur einen Tag bleiben, weil es für Michaela schon bald wieder nach Deutschland geht, aber trotzdem haben wir die Altstadt gesehen (die ich mir übrigens nie so schön vorgestellt hätte) und sind auf dem Äquator („Mitad del Mundo“) herumspaziert.

Tja, und dann ging es schon wieder nach Hause nach Playas. Es war eine wunderbar schöne Reise. Früher habe ich Mama nie verstanden, wenn sie in unseren Urlauben schon beim Frühstück den Reiseführer in der Hand hatte und unseren Tag plante. Jetzt war ich genauso und es hat mir so viel Spaß gemacht, die Welt zu entdecken! Mir wurde einige Male gesagt, dass ich in meinem Leben noch so viel mehr von der Welt sehen werde. Jetzt freue ich mich noch mehr auf mein Leben!!!

Ich bin aber auch sehr froh, wieder hier, in meiner Gastfamilie in Playas zu sein. Gestern war es, als würde ich nach Hause, in die Heimat kommen. Ich wurde mit offenen Armen und einem großen Teller voller Reis empfangen. Alle sind ganz gespannt, was ich zu erzählen habe, weil sie selber noch nicht viel außerhalb von Playas waren. Wie schade!

Ich freue mich jetzt auf ein paar freie Tage und dann auf den wiederbeginnenden Unterricht und den Alltag in Playas.