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Eine Hündin namens Lena

Alles ist gut. Lena und ich sind superzufrieden hier. Ja, „zufrieden“ ist wirklich das perfekte Wort für unseren Gemütszustand. Wenn wir mal außerhalb von Playas sind, freuen wir uns immer, wieder zurück zu kommen. In das entspannte Playas.

Wenn wir dann doch mal Lust auf Deutschland haben, dann machen wir halt einen Mädelsabend mit Keksen, Milch und einem deutschen Film oder backen Marmorkuchen. Da die Deutschlandlust aber eher selten vorkommt, werden wir immer ecuadorianischer. Wir sind dauerhaft entspannt, planen kaum im Voraus und sagen uns immer wieder „das klappt schon“. Und es klappt eben auch immer. Irgendwie…

Meine Gastfamilie hat jetzt übrigens noch einen Babyhund. Den haben die Kinder von der Straße gesammelt (voller Flöhe und anderer Sachen, die kriechen) und mit nach Hause genommen. Und er wollte einfach nicht mehr gehen. Wenn sie ihn mal weggescheucht haben, ist er einen halben Tag später wiedergekommen. Tja, jetzt gehört er zur Familie. Da es eine junge Dame ist, heißt sie jetzt vorrübergehend Lena. :D Mal gucken, ob das so beibehalten wird.

Das Baby lernt jeden Tag dazu. Sie kann mittlerweile alleine sitzen, ohne wieder umzufallen, und wenn jemand „No“ sagt, dann schüttelt sie den Kopf. Wenn sie ein Gesicht macht, als finge sie gleich an zu weinen, dann nehme ich sie auf meinen Schoß und singe „Hoppe, hoppe, Reiter“. (Dabei muss ich immer an meinen Opa Frank denken. Weiß noch genau, wie er das immer für mich gesungen hat.) Dieses Lied wird jetzt der Dauerrenner; meine etwas älteren Gastgeschwister versuchen, es auch immer zu singen. „Hotte, hotte, Heiper“ oder so ähnlich. :D Niedlich!

Abends sind wir oft mit unseren neuen Playas-Freunden unterwegs. Entweder machen wir ein Lagerfeuer am Strand, gehen tanzen, kochen oder gucken einfach einen Film. Das Leben ist schön!

Ach ja, zwischendurch unterrichten wir dann auch mal. :D Damit sind wir übrigens auch ziemlich ausgelastet. Ich habe mal gezählt: Habe ca. 40 Schüler und Lena nur unwesentlich weniger, von denen aber natürlich nicht immer alle kommen. Gestern habe ich ein Gitarrentrio mit meinen talentiertesten Schülern versucht. Und es lief wie am Schnürchen. Ich war ganz stolz nach dieser Unterrichtsstunde und die Jungs waren auch begeistert und meinten „Mensch, das klingt ja richtig gut!“

Eine schlechte Nachricht habe ich aber doch: Der Brötchenmann kommt schon seit einer Woche nicht mehr!!!

Übrigens haben wir ein komplett anderes Gefühl für Temperaturen bekommen. Letztens waren wir in Guayaquil und fanden beide, dass es „schattig“ (westfälisch für „kühl“) sei und sind im gleichen Moment an einem Thermometer vorbeigefahren, auf dem 27 Grad Celsius angezeigt wurden. Ich wüsste wirklich gerne mal, wie warm es denn wirklich ist, wenn wir es heiß finden…!

Julias vollständiges Reisetagebuch finden Sie hier.

http://www.youtube.com/musikerohnegrenzen

1 Kommentar

  1. So ging es mir auch oft bei 27°C ;)

Kommentare sind geschlossen.