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Nun denn, nach knapp 16 Stunden in der Luft und einem achterbahnartigen Flug über den Atlantik kam ich vorgestern am späten Abend in Guayaquil an. Noch habe ich mit einem gewaltigen Jetlag zu kämpfen, aber man gewöhnt schnell dran. Von Jairo – meinem Gastbruder, der mich liebevoll “My Sister” nennt – wurde ich herzlich in Empfang genommen. Zwar spricht er kein Englisch geschweige denn Deutsch (wenn man von “scheiße” und “achso” einmal absieht) und ich kein Wort Spanisch, dennoch wissen wir meistens nach einem gestenreichen hin und her, was der andere ungefähr sagen will. Und zur Not ist der Google Translator immer in einem Tab geöffnet, wenn wir abends noch vor dem Fernseher hängen, unsere Laptops auf dem Schoß haben und uns auf Facebook rum treiben. Manche Dinge sind halt überall auf der Welt gleich.

Zur Zeit wird hier auf den Straßen noch ausgiebig Karneval gefeiert, was bedeutet, dass man sich vor Wasser- und Farbbomben in Acht nehmen muss. (Wobei Wasserbomben bei der Hitze eine willkommene Erfrischung sind!) Auf den Straßen haben die meisten Familien Plantschbecken aufgebaut; zum Ärger der Autofahrer, aber sehr zur Freude der Kinder!

Heute ist noch frei, erst morgen startet der Unterricht an der Musikschule wieder. Mir wurde gesagt, dass ich neben meinem Instrumentalfächern auch Dirigieren und Ensembleleitung unterrichten soll, damit die Ensembles auch weiter bestehen können, wenn keine Freiwilligen hier sein sollten. Während im Fernsehen ein Film mit Jacky Chan auf Spanisch läuft und ich eh nichts verstehe, mache ich mir schon mal einige Gedanken, wie ich meinen Unterricht angehen will. Währenddessen hat sich Dulce vor mir auf den Boden gelegt und hält mir provokativ ihren Bauch hin…ich hätte sie gestern nicht so lange kraulen sollen. Ab und zu taucht Rudolf auf und versucht sich an die Katze ran zu machen, die sich aber nicht sonderlich begeistert zeigt. Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass hier von Hunden die Rede ist…

 

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