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Wieder angekommen!

Es ist keine Sonne zu sehen am Himmel ueber Guayaquil. Ein leichter Wind weht und ich vermute, dass es in Deutschland gerade waermer ist als hier. Aber die Leute tummeln sich auf den Strassen,Obstverkaeufer radeln klingelnd auf ihren Fahrraedern durch die Strassen und bieten ihre Ware feil, Kinder spielen Fussball, junge Maenner brettern auf ihren Motoraedern durch den Guasmo und Hundegebell begleitet einen durch die Strassen. Ich sitze gerade hier im Haus meiner Gastfamilie, die Kinder spielen um mich herum und ich schreibe den ersten Beicht meines zweiten Aufenthaltes in Ecuador.

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El puerto en la noche- der Hafen bei Nacht

Nach einer gut 27 stuendigen Reise, so gut wie keinem Schlaf und ewigem Warten an den Flughaefen, kam ich schliesslich am Mittwoch um ein Uhr in der Nacht, oder wie man hier sagt: en la madrugada (in der Daemmerung), am Guayaquiler Flughafen an. Meine Gastfamilie erwartete mich dort bereits mit ebenfalls mueden aber gluecklichen Augen. Nachdem wir uns in den Armen lagen, verliessen wir den Flughafen und fuhren mit einer Cabionetta, einem Pick Up, nach Hause, in den Guasmo. Die Fahrt bei Nacht durch die grosse lateinamerikansiche Stadt beruehrte mich sehr. Die Strassen waren menschenleer, ueberall leuchteten die Strassenlaternen und Leuchtreklamen. Das Fenster war leicht geoeffnet und der frische Nachtwind wehte uns um die Nase- und dort sass ich, auf der Rueckbank in mitten meiner Familie- uebergluecklich. Die Stadt war genauso, wie ich sie noch in Erinnerung hatte, bis auf ein Paar neue Graffities an den Haeuserwaenden. Um 2 Uhr sahen wir schliesslich die ersten mit Wellblech bedeckten Haeuser und so kam ich zum zweiten Mal mitten in der Nacht im Guasmo, dem groessten Stadtrandviertel Guayaquils, an.

Am Mittwoch abend ging ich zum ersten Mal wieder in die Musikschule und traf die Leute wieder- eigentlich war es, als waere ich nie weg gewesen! Wir erzaehlten und machten Faxen- wie immer! Gestern abend feierte eines der Projekte, die sich im Haus von der Organisation “Mi cometa” befinden, den 15. Geburtstag des Projektes. In Ecuador sind die 15. Geburtstage etwas aussergewoehnliches. Es wird bei Personen der Eintritt ins Erwachsenenalter gefeiert. Alle Frauen kleiden sich in rosa und pink, es wird alles bunt geschmueckt und es gibt viele “Dulces”(Suesses, wie Torten, Bonbons und andere suesse Leckereien). Die Leute tanzten auf der Strasse vor dem Gebaeude, laut schallte die Musik, von Salsa ueber Cumbia bis zu elektronischer Musik, ueber die Strasse. Die Strassenfeste sind stets sehr laut, bunt, bewegt und die Menschen ausgelassen und froehlich.

In den kommenden Tagen werde ich alte Bekannte besuchen und heute Abend werden wir uns ein bisschen zusammensetzten und das Wiedersehen feiern. Einleben muss ich mich eigentlich nicht erst, kommt es mir schliesslich so vor, als waere ich nie weggewesen. Ich werde schauen, dass ich Werbung fuer die Mandoline mache und mit dem Unterrichten beginnen. Mit meinem Spanisch komme ich sehr gut zu Recht.

Fuer heute verabschiede ich mich und schicke ecuadorianische Gruesse aus dem Guasmo Sur de Guayaquil. Nos escuchamos!