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Rückkehr in den Guasmo

Guten Tag nach Deutschland!

Jetzt bin ich schon wieder über eine Woche im heiss geliebten Ecuador.

Mir geht es hier so gut, wie vor einem Jahr! Alles ist so wie immer: Alles riecht und schmeckt gleich. Alles sieht gleich aus und das Wichtigste: Alles fühlt sich genauso an wie immer und die Beziehungen zu meinen Leuten haben sich auch nicht groß geändert. Wir können genau da anknüpfen, wo wir vor 13 Monaten aufgehört haben, wobei es sich so anfühlt als wäre ich nur eine Woche im Urlaub gewesen ;) Das ist ein sehr schönes Gefühl – so als würde ich nach Hause kommen.

Ein entscheidener Unterschied ist, dass ich jetzt schon fließend Spanisch spreche im Vergleich zu meiner Ankunft vor zwei Jahren. Das macht alles sehr viel einfacher, ich kann viel offener auf die Menschen zugehen und mehr von ihnen erfahren und lernen.

In der Musikschule selber hat sich auch einiges verändert. Clave de Sur erscheint mir jetzt schon viel selbstständiger und verantwortungsbewusster als vor zwei Jahren. Die Koordination von Clave de Sur hat zum Beispiel vor Beginn der Projektphase schon viele Dinge geklärt. Es ist klar, wann und wo die Konzerte der Projektphase stattfinden. Es ist klar, wann wir nach Linea Zero auf unsere gemeinsame Reise fahren. Die meisten Schüler kommen super pünktlich zum Unterricht und die Bands Proben selbstständig. Es ist also schon mal ziemlich viel von dem da, damit eine Projektphase gut funktionieren kann. Und das Beste daran ist, dass so viel von den Ecuadorianern selbst geregelt wird und wir eigentlich nur Unterricht geben müssen. Selbst da scheint es so, dass wir uns nach und nach zurückziehen können und wir uns langsam auch dem Ziel der Nachhaltigkeit nähern. Die Leitung des Chores übernimmt naälich ein Ecuadorianer. Neben dem Chor gibt es noch ein Bläseresemble, eine Gitarrengruppe und eine Jazz/Impro.-Band. Ich selber singe im Chor und spiele in der Gitarrengruppe mit.

 

Unterricht gibt es in den Fächern Klavier, Schlagzeug, Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune und Gesang. Marleen und Jakob geben weiterhin auch Deutschunterricht. Ich Unterrichte Trompete – das macht mir wieder sehr viel Spass! Auch ist es sehr schön, dass ich die gleichen Schüler vom letzten Jahr wieder unterrichten darf. Sie sind also dran geblieben und haben im letzten Jahr teilweise unglaubliche Fortschritte gemacht (Danke, Antonia!) und zwei Schüler haben sich sogar eine eigene Trompete gekauft.

Am Wochenende haben wir einen kleinen Auftritt bei einem reichen Mann, wobei wir auch ein bisschen Geld verdienen können. Am Sonntag gibt ein deutsches Streicherquartett in Guayaquil ein Konzert, welches wir alle zusammen besuchen werden.

Viele liebe Gruesse und bis nächste Woche zum nächsten Bericht ;)

Anna zum Stickling