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Musikalische Woche im Osdorfer Born

Eifrige Bastelgeräusche, geheimnisvolles Regenrohr-Rauschen, selbstbewusste Beatboxsounds und Reiselust weckende Weltmusikgesänge klingen in der Woche vom 28. April bis zum 3. Mai 2014 aus dem DRK-Zentrum im Osdorfer Born.

In dieser Zeit haben dort knapp 30 Kinder unterschiedlichster Herkunft an einem kreativen Musikworkshop des Vereins Musiker ohne Grenzen e.V. in Kooperation mit dem DRK-Zentrum teilgenommen. Damit wirklich alle der 6- bis 12-jährigen Kinder mitmachen konnten, betrug die Teilnahmegebühr lediglich 10 Euro.

Während der Musikalischen Woche machten die Kinder auf unkonventionelle Art und Weise zusammen Musik: Ohne Noten und Instrumente, nur mit dem eigenen Körper und der eigenen Fantasie. Die Teilnehmer konnten dabei zwischen verschiedenen Aktivitäten wählen: Instrumente basteln, Body Percussion, Beatbox und Weltmusik/Gesang.
Durch das kreative Experimentieren mit Klängen, die lediglich durch den eigenen Körper und mit selbst gebastelten Instrumenten entstehen, bauten auch Kinder mit einem erhöhten Förderungsbedarf eine emotionale Bindung zu der gespielten Musik auf. Die Teilnehmer konnten darüber hinaus die Erfahrung machen, dass Musizieren überall im Hier und Jetzt, d.h. auch ohne teure Instrumente und Notenkenntnisse, stattfinden kann.
“Wir haben viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder die Musikalische Woche kreativ mitgestalten und ihre eigenen Ideen einbringen konnten”, sagt Katharina Fuchs, Projektleiterin für das Musiker ohne Grenzen-Projekt im Osdorfer Born. Die kulturelle Vielfalt, die die Gruppe verkörperte und alle Beteiligten um neue interkulturelle Erfahrungsschätze bereicherte, spiegelte sich auch in dem bunten Programm wieder. So wurden Stücke aus verschiedenen Ländern gesungen: Lieder aus Afrika, Deutschland, Neuseeland, Frankreich und Russland.

Gekrönt wurde die Musikalische Woche am Samstag, den 3. Mai um 15:30 Uhr von einem Abschlusskonzert. Die Aufregung war groß. Kurz vor Konzertbeginn bildete sich vor dem DRK-Zentrum eine lange Schlange von rund 60 Besuchern, die gespannt in den eigentlich viel zu kleinen Konzertraum drängten. Selbstbewusst, souverän und stolz präsentierten die Kinder ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern und Freunden, aber auch der Karl Andreas Voss Erben Stiftung in der Bürgerstiftung Hamburg, die das Projekt finanziell unterstützt, die erarbeiteten Werke. Die Zuschauer klatschten und wippten begeistert mit und bedankten sich bei den Kindern mit einem kräftigen Applaus.