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Sonido Zhagal (Linea Zero)

Am Fusse der Anden, im sogenannten “Campo”, befindet sich das ein paar Hundert-Seelen-Dorf Zhagal. Eine holprige Busstunde von der nächsten Stadt Naranjal entfernt liegt es zwischen Kakao- und Bananenplantagen versteckt. Diese bilden neben den Orangen den Lebensunterhalt der Menschen, die ausschließlich von der Landwirtschaft leben. Im Ort gibt es – neben ein paar kleinen Tiendas – ein Cyber, ein Gesundheitszentrum samt Apotheke, eine Schule für Kinder zwischen vier und 16 Jahren und eine Kirche. Die Dorfmitte bildet die sogenannte Cancha, ein Platz, der für Fussball- und Volleyballspiele genutzt wird, der Versammlungspunkt für größere Treffen ist und bei den Fiestas gleichzeitig als Tanzfläche dient.

Das Klima ist hier angenehm warm und feucht mit oft stundenlangem, feinstem Nieselregen. Diesem ist es wohl auch zu verdanken, dass die Natur hier ungezügelt wächst und gedeiht. Das wilde Grün besteht aus meterhohen Bäumen und Büschen, außerdem gibt es zwei Flüsse, in denen gewaschen und gebadet wird. Gebadet wird zudem in der Touristenattraktion des Dorfes, den “Aguas calientes”. Diese Badestelle besteht aus mehreren natürlichen Becken, die mit heißem Wasser aus Vulkanquellen gespeist werden.

Und in eben diesem Dorf wächst seit August 2013 das neue Musikschulprojekt “Sonido Zhagal”. Die Ankunft der MoG-Freiwilligen sprach sich sofort herum und zu den täglichen Klassenstunden finden sich immer wieder bis zu 20 Schüler ein, um Notenlesen zu lernen, gemeinsam zu singen oder sich die Seele aus dem Leib zu trommeln. Nachmittags kommen die Kinder zwischen sechs und 12 Jahren, die am liebsten gleich alles auf einmal lernen würden, und machen langsam aber sicher in den Instrumentalunterrichten ihre Fortschritte mit Gitarre und Klavier, Geige und Cello oder Flöte und Klarinette. Die späten Abendstunden bleiben den “Jóvenes” und den von der Feldarbeit heimgekehrten Erwachsenen vorbehalten. Latinorock und traditionelle Pasillos sind der Renner jeder Gitarrenstunde. Und auch wenn alle am liebsten wie Juánes im Radio singen würden, haben sie auch großen Spaß an unserer klassischen Musik, am gemeinsamen Singen im Chor, relativer Solmisation und Drumcircles. Das Ganze findet in den vielseitig genutzten Räumen neben der zentralen Dorfkirche statt.

Die Freiwilligen leben in einer eigenen Haushälfte neben Christian, einem engagierten Dorfbewohner, und seiner Familie. Essenseinladungen und Geschenke in Form von Bananenstauden, Orangensäcken oder Reisbergen sind an der Tagesordnung. Ebenso zeigt sich die große Gastfreundschaft an der stetigen Hilfsbereitschaft bei Flohplagen, abgebrochenen Waschbecken und sonstigen Sorgen des Alltags im Campo. Bei dem täglichen fünfminütigen Marsch zur Musikschule über die “Hauptstraße” des Dorfes wird man an jedem Haus mit einem freudigen “Hola” begrüßt und des öfteren in Gespräche verwickelt. Auf diese Weise lernt man schnell die Dorfbewohner kennen, wobei allerdings die genauen Familienverhältnisse auf Grund der Größe und Unüberschaubarkeit der Familien immer undurchsichtig bleiben.

Viva Zhagal!

Kurz & knapp

Region: Auf dem Land, inmitten von Bananen- und Kakaoplantagen, so genannter “Campo”, sehr warm und sehr feucht

Musikalische Arbeit: Gruppenunterricht (Singen, Rhythmus, Musiktheorie), Gitarre, Keyboard, Geige, Blockflöte

Altersgruppe: viele Kinder (ab 6), einige Jugendliche, wenige Erwachsene

Sprache: Ausschließlich Spanisch

Unterkunft: Freiwilligen-Haus-WG, sehr einfache Verhältnisse. Ab 2014 in Gastfamilien

Partnerorganisation:

LeitungFranziska Frederking, 2013/2014 als Freiwillige in Zhagal

Voraussetzungen: Volljährigkeit zu Reisebeginn, Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar

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